Alles auf einen Blick

Ida’s Place ist ein Ort, an dem wir Inkontinenz offen thematisieren und mit passenden Lösungen aufklären wollen. Wir sprechen hier sachlich und ehrlich über Blasenschwäche. Aber wieso eigentlich? Was ist Inkontinenz und warum ist es ein “Tabu-Thema”?
Jede neue Reise beginnt mit ein paar Eck-Koordinaten, genau die sollst du hier finden, unabhängig davon, ob du selbst betroffen bist oder dich das Thema aus anderen Gründen interessiert.

Tröpfchen?

Menschen mit einer schwachen Blase haben das Symptom, unkontrolliert und unwillkürlich Urin zu verlieren. Bei einer Blasenschwäche kann der Körper Flüssigkeit in der Blase nicht mehr richtig speichern oder die Abgabe des Urins durchgehend bewusst steuern. Die Blasenschwäche, auch Urin- oder Harninkontinenz genannt, ist vor allem ein Symptom, dessen Auslöser verschiedenste Ursachen haben kann.

Medizinisch wird innerhalb der Blasenschwäche nach Schweregrad und Art unterschieden. Die Art definiert sich dabei durch den Auslöser und die Ursache des ungewollten Urinverlusts. Die Menge des verlorenen Urins – gesehen auf 24 Stunden – variiert stark entsprechend dem Grad der Blasenschwäche. Je nach Schweregrad der Blasenschwäche verlieren Betroffene in unterschiedlich häufigen Abständen Urinmengen zwischen 10-20 ml.

Choose your fighter! 

Es gibt verschiedene Arten der Blasenschwäche, von denen drei Formen bei Frauen* am meisten vertreten sind. Diese sind – in Reihenfolge ihrer Häufigkeit – die Belastungsinkontinenz, die Mischinkontinenz und die Dranginkontinenz.

Die Hälfte aller Frauen* mit Blasenschwäche haben eine Belastungsinkontinenz, 36% leiden an einer Mischinkontinenz. Am seltensten unter diesen drei ist die Dranginkontinenz, die 11 % der betroffenen Frauen* haben

Ladies... wer hat sie?

In Deutschland sind rund 6 Millionen Menschen vom Arzt mit Symptomen einer Blasenschwäche diagnostiziert. Betrachtet man die Verteilung, zeigt sich eine ungleiche Zusammensetzung: eine halbe Millionen Kinder, eine Millionen Männer und ganze 4,5 Millionen Frauen*. Somit hat jede zehnte Frau* in Deutschland eine vom Arzt diagnostizierte Blasenschwäche. Es wird jedoch angenommen, dass die Dunkelziffer der Menschen mit schwacher Blase weit höher liegt. Eine Umfrage von Ida's Place mit über 1100 Frauen* in Deutschland bestätigte diese Annahme: 75% der Befragten Frauen* gaben an, aktuell oder in der Vergangenheit zumindest einmal Symptome einer schwachen Blase erlebt zu haben

Wieso wir? 

Der überwiegende Anteil der Menschen mit Blasenschwäche in Deutschland sind Frauen* jeden Alters. Diese lässt sich durch die anatomischen Besonderheiten des weiblichen Körpers erklären: der Beckenboden von Frauen* ist breiter und dehnbarer und hat mehr Durchgänge als bei Männern. Dies macht ihn schwächer. Er wird durch die körperliche Belastung der Schwangerschaft und der vaginalen Geburt zusätzlich herausgefordert. Neben diesen anatomischen Aspekten kann auch der besondere Hormonhaushalt einer Frau* die Schwächung der Beckenbodenmuskulatur verursachen. So kann beispielsweise ein Östrogenmangel in den Wechseljahren die Entstehung einer Blasenschwäche begünstigen

In der Umfrage von Ida's Place wurden Frauen* nach den Ursachen ihrer Blasenschwäche befragt. Auch hier waren Geburt und hormonelle Veränderungen am meisten genannt. 

 


Alles auf einen Blick:

  • Blasenschwäche wird in ihren Arten unterschieden. Die drei häufigsten Arten sind die Belastungsinkontinenz, die Mischinkontinenz und die Dranginkontinenz.
  • In Deutschland sind insgesamt 6 Millionen Menschen von einer Blasenschwäche betroffen, 4,5 Millionen davon sind Frauen*. Die Dunkelziffer liegt weit höher.
  • Frauen* sind stärker von Blasenschwäche betroffen, da der weibliche Beckenboden breiter und dehnbarer ist. Hormonveränderungen während der Wechseljahre und Geburten können ihn zusätzlich schwächen.
  • Blasenschwäche kann in jedem Alter auftreten, nimmt mit dem Alter aber statistisch gesehen zu.

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